FAQ

Hier finden Sie eine Reihe häufiger Fragen und kurze Informationen dazu. In unserer Praxis beraten wir Sie natürlich persönlich und ausführlich zu allen Themen rund um die Frauengesundheit.

Darf ich in der Schwangerschaft Sport treiben?

Prinzipiell ist Bewegung in der Schwangerschaft erlaubt und wird sogar empfohlen.

Frauen, die sportlich aktiv sind, haben häufig eine leichtere Geburt und erholen sich rascher im Wochenbett.  Außerdem treten bei körperlicher Fitness weniger Schwangerschaftsbeschwerden auf. Trotzdem sollten Sie sich zur Sicherheit bei uns untersuchen lassen, ob Sie eine bestimmte Sportart weiter treiben können ohne Ihr Kind zu gefährden.

Als Richtschnur gilt ein moderates Training, wobei die mütterliche Herzfrequenz 140 Schläge pro Minute nicht überschreiten sollte. Für Schwangere eignen sich besonders Schwimmen, Radfahren, Nordic-Walking oder Wandern. Vermeiden Sie lieber Sportarten mit einem hohen Verletzungsrisiko. Dazu zählen Mannschafts- und hier besonders Ballsportarten (Fußball, Handball, Basketball) sowie Kampfsportarten wie Taichi und Judo. Ungünstig sind auch Sportarten mit hohem Sturzrisiko wie Skifahren, Turnen, Trampolin oder Reiten.

Darf ich in der Schwangerschaft fliegen?

Die meisten Fluggesellschaften befördern Schwangere mit einer Einlingsschwangerschaft bis zur 36. Schwangerschaftswoche, Mehrlingsschwangere bis zur 32. SSW. In den letzten vier Wochen sollte eine Schwangere nicht mehr fliegen, weil  man eine mögliche Geburt an Bord vermeiden möchte. Nach der 36. SSW verlangen die Fluggesellschaften daher in der Regel ein ärztliches Attest.

Grundsätzlich birgt eine Flugreise während der Schwangerschaft kein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind. In der Literatur findet sich kein erhöhtes Risiko für Aborte, vorzeitigen Blasensprung oder andere Komplikationen. Oft wird vor Langstreckenflügen wegen der Gefahr einer Thrombose durch langes Sitzen mit angewinkelten Beinen gewarnt. Wenn Sie sich aber entsprechend verhalten d.h. regelmäßig auf dem Gang auf und ab gehen, viel trinken und Kompressionsstrümpfe tragen, steht auch einem Langstreckenflug nichts im Wege. Bei Schmerzen, vorzeitigen Wehen, Blutungen oder anderen Schwangerschaftskomplikationen, sollten Sie allerdings auf eine Flugreise verzichten.

Darf ich in der Schwangerschaft Kaffee oder schwarzen Tee trinken?

Kaffee, schwarzer Tee, manche Softdrinks wie Cola und in geringem Maße auch Schokolade enthalten Koffein. Koffein regt das zentrale Nervensystem, Herz-Kreislauf und Atmung an,  passiert die Plazenta und gelangt so auch zum Kind. Hier finden sich dann ähnlich hohe Konzentrationen wie bei der werdenden Mutter. In der Literatur finden sich Hinweise auf eine schädliche Wirkung des Koffeins während der Schwangerschaft, wie z.B. Fehlbildungen, Wachstumretardierungen und ein niedriges Geburtsgewicht.

Studien haben aber gezeigt, dass ein moderater Kaffeekonsum keine negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Ungeborenen hat. Nach den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung sind bis zu 300 mg Koffein täglich unbedenklich. Dies entspricht 2-3 Tassen Kaffe pro Tag, oder ca. fünf  Tassen schwarzen Tees. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. Ideale Getränke in der Schwangerschaft sind Mineralwasser, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sowie ungesüßte Früchte- oder Kräutertees.

Pille vergessen - Was nun?

Die Pille, speziell die Mikropille, ist ein sicheres Verhütungsmittel, wenn sie regelmäßig eingenommen wird. Sollten Sie aber eine Pille vergessen, gibt es folgende Regeln:

Dragee in der 1. Einnahmewoche (Dragee 1-7) vergessen:
Nehmen Sie die vergessene Pille nach, sobald Sie es bemerken. Die nächsten sieben Tage sollten Sie zusätzlich ein Kondom benutzen. Danach besteht wieder Schutz. Aber: Hatten Sie kurz vor der vergessenen Pille Geschlechtsverkehr, kann ggf. die "Pille danach" notwendig sein.

Dragee in der 2. Einnahmewoche (Dragee 8-14) vergessen:
Nehmen Sie die vergessene Pille nach, sobald Sie es bemerken. Die darauffolgenden Dragees zur gewohnten Zeit einnehmen. Eine zusätzliche Verhütung ist nicht erforderlich.

Dragee in der 3. Einnahmewoche (Dragee 15-21) vergessen:

  1. Möglichkeit:
    Pillenpause vorziehen, d.h. keine weiteren Pillen nehmen, sieben Tage pausieren und wieder pünktlich mit dem nächsten Pillenstreifen beginnen.
  2. Möglichkeit:
    Pillenpause auslassen und direkt nach Beendigung des Pillenstreifens den nächsten Pillenstreifen beginnen. Eine zusätzliche Verhütung ist in beiden Fällen nicht notwendig.
  3. Möglichkeit:
    vergessene Pille sobald bemerkt nachnehmen, regulär die Pillenpause einlegen, dann aber während der Pause und den ersten sieben Tagen des nächsten Pillenstreifens zusätzlich verhüten oder auf Geschlechtsverkehr verzichten.

 

© Dr. Dorothee Higgins | Frauenärztin in Alfter bei Bonn
 Chateauneufstr. 5   53347 Alfter   Telefon 0228/641031

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